Schmerztherapie

Schmerzlinderung bzw. die Schmerzfreiheit ist das Ziel

Die Ursachenforschung und Diagnosesicherung eines Schmerzleidens steht – wie bei jedem anderen therapeutischen Handeln – an erster Stelle. Gerade chronische Schmerzen sind sehr oft psychosomatischer Natur und müssen daher auch ganzheitlich behandelt werden. Beispielsweise führen Unruhe, Ängste, Streß, etc. zu einer Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems und letztendlich zu entsprechenden körperlichen Symptomen wie Muskelverspannungen, Nackenschmerzen, Hexenschuss (Lumbago), Kopfschmerzen, etc. Durch die sinnvolle und verträgliche Kombination einzelner und individuell auf den Patienten abgestimmter therapeutischer Maßnahmen wird nicht nur Ursachenforschung betrieben sondern auch schnellstmögliche Schmerzfreiheit angestrebt.

Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuß
Massage

Bei der Dorn-Breuß-Methode handelt es sich um eine manuelle Wirbelsäulen- und Gelenktherapie, bei der Blockaden und Fehlstellungen auf eine einfühlsame, dynamische und nachhaltige Art behoben werden.

Wirbelsäulenblockaden mit den sich daraus ergebenden Folgen sind das typische Anwendungsgebiet der Methode. Da Wirbelverschiebungen zu Reizungen des Nervensystems führen können, sind Funktionsstörungen im Zielorgan möglich. Somit können Fehlstellungen der Wirbelsäule Auslöser für eine Vielzahl von Beschwerden sein.

Nachdem man die Beinlängen korrigiert und einen eventuellen Hüftschiefstand beseitigt hat, werden auf eine einfühlsame, sanfte, aber auch kraftvolle Art die verschobenen Wirbel und Gelenke wieder an ihren idealen Platz zurückgeschoben.

Oft ist schon nach einmaliger Behandlung eine sofortige Besserung der Beschwerden festzustellen. Man fühlt sich auch meist leichter, freier und größer. Manchmal müssen noch einige Behandlungen folgen, vor allem wenn schwerwiegendere Wirbelverschiebungen vorlagen.

Oft sitzen an der Wirbelsäule aufgestaute emotionale und psychische Blockaden. Ein Einjustieren der Wirbel und der damit verbundenen Energetisierung des Rückens kann eine Auflösung dieser Blockaden zur Folge haben. Damit können psychische und emotionale Veränderungen einhergehen. Auch ein leichter Muskelkater nach der Behandlung ist möglich. Somit können nach einer Behandlung auch Erinnerungen und Emotionen auftauchen, die dann verarbeitet werden müssen. Frühere Erlebnisse „sitzen“ manchmal an den Fehlstellungen bzw. Blockaden. Werden nun alle diese Blockaden vollständig aufgelöst, stellt sich der volle Lebensenergiestrom wieder ein und die Gesundung des Menschen schreitet voran.

Da sehr sanft an der Wirbelsäule gearbeitet wird, ist ein Überdehnen von Bändern oder Sehnen nicht möglich. Selbst Osteoporosepatienten können mit dieser sanften Methode vorsichtig behandelt werden.

Die Breuß-Massage stellt eine ideale Ergänzung zur Dorn-Methode dar. Sie wird als Abschluß einer Behandlung mit der Dorn Therapie angewendet, kann aber durchaus auch als alleinige Behandlung durchgeführt werden. Es handelt sich um eine sanfte, feinfühlige Rückenmassage, die durch Streichungen, Dehnungen und sanftes Massieren gestaute Energien wieder zum Fliessen bringt. Das speziell für diese Massage eingesetzte Johanniskrautöl dringt tief ins Gewebe und unterstützt den Stoffwechsel degenerierter Bandscheiben. Körperliche und seelische Blockaden werden dabei sanft gelöst.

Eine ruhige und entspannte Atmosphäre ist hierbei natürlich selbstverständlich, die Massage ist für den Patienten absolut schmerzfrei. Der Patient liegt locker und entspannt auf dem Bauch, die Arme liegen neben dem Körper, der Kopf im Nasenschlitz der Behandlungsliege, der Behandler steht seitlich des Patienten. Der entkleidete Oberkörper wird intensiv mit Johanniskrautöl eingerieben. Bei Bedarf wird zwischen den einzelnen Techniken erneut Öl aufgetragen. Verschiedene Techniken wechseln sich bei der Breuß-Massage ab.

Während der Behandlung wird Seidenpapier auf den gut eingeölten Rücken aufgelegt, um die Wärme zu halten. Am Nacken beginnend wird mit den Handflächen beider Hände abwechselnd mit langen, nicht unterbrochenen Strichen rechts und links der Wirbelsäule bis zum Gesäß hinunter ausgestrichen. Diese auf dem Seidenpapier ausgeführte Technik wird mehrmals wiederholt. Anschließend wird der Rücken mit einer Decke abgedeckt. Die Hände werden nebeneinander, quer zum Rücken auf die Wirbelsäule leicht aufgelegt. Beim Einatmen wird Energie aufgenommen, beim Ausatmen wird Energie an den Patienten abgegeben. Nach einigen Minuten wandern die Hände weiter nach oben. Daran anschließend folgt eine Ruhephase.

Danach wird der gesamte Körper von den Schultern bis zu den Zehen mehrmals ausgestrichen. Danach wird der Patient wieder zugedeckt, einige Minuten Ruhe beenden dann die Massage.

Indikationen für die Dorn-Breuß-Methode:

  • Wirbelblockaden, Rückenschmerzen
  • Beckenschiefstand, Beinlängendifferenzen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Lenden- Hüft- und Kniegelenksbeschwerden
  • Missempfindungen der Hände („eingeschlafene“ Hände)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche), Schwindel
  • Schulter-Arm-Syndrom, Tennisarm
  • HWS-Syndrom
  • Nackensteifigkeit

Osteopathie nach Manufit

Die Methode „Manufit” ist eine Kombination der besten osteopathischen Behandlungsgriffe. Behandelt werden Funktionsstörungen der Gelenke an den Extremitäten und der Wirbelsäule. Bei den Funktionsstörungen handelt es sich um eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke. Die Gelenkachse verändert sich. Es entstehen Fehlhaltungen und veränderte Bewegungsabläufe. Die Funktionstörungen sind Vorläufer und Begleiter der Arthrose (Gelenkverschleiss).

Anders als die Schulmedizin, die mit Röntgen, CT, MRT etc. nach sichtbaren Schädigungen an Wirbeln, Knochen sowie Gelenken sucht, setzt Manufit genau bei diesen oftmals unentdeckten, tatsächlichen Ursachen Ihrer Beschwerden an.

Die Behandlung mit Manufit ist äußerst sanft. Infolge dieser besonderen Therapieform der Osteopathie ist nach der ersten Behandlung bereits eine (erhebliche) Erleichterung zu spüren, manchmal reicht diese eine Therapie sogar aus. Mehr als 3-5 Behandlungen sind seltenst erforderlich. Der Körper kann bis zu 2-3 Wochen auf eine osteopathische Behandlung reagieren, weshalb die Therapieabstände individuell festgelegt werden. Eine Behandlungssitzung dauert 45-50 Minuten.

Begründer der Methode ist Dr. med. Anton Hack, ehemals Betriebsarzt eines bekannten Autoherstellers.

Dr. Hack hat für die sechs wichtigsten Schlüsselstörungen des Bewegungsapparates Griff- und Bewegungstechniken entwickelt, die eine Herstellung der vollen Funktionsfähigkeit in kürzester Zeit ermöglichen.

Pneumatische Pulsationstherapie

Die Pneumatische Pulsationstherapie (Pneumatron® 200) arbeitet mit einem intermittierenden Unterdruck. Auf das Gewebe wird zunächst ein Dehnreiz ausgeübt (Unterdruck), der sofort wieder in eine Entspannungsphase (atmosphärischer Druck) übergeht.

Pneumatron

Das Gewebe kommt in Bewegung und Schwingung. Durch den Unterdruck kommt es zum Ansaugen von Gewebeschichten und Muskulatur. Ein ständiger Impulswechsel sorgt für eine intensive Bearbeitung der betroffenen Gewebeabschnitt. Dadurch unterscheidet sich die Pneumatische Pulsationstherapie (PPT) nach Deny von den verschiedenen anderen Schröpfverfahren, die einen konstanten Unterdruck erzeugen. Diese Therapie regt zugleich die Bewegung der Gewebsflüssigkeiten an. In der Matrix angesammelte Stoffwechselendprodukte, Entzündungsmediatoren und Umweltschadstoffe können so besser gelöst und über den beschleunigten Blut- und Lymphfluss ausgeschieden werden. Es erfolgt eine kausale Matrixreinigung bzw. –regeneration. Gleichzeitig werden körpereigene Vitalstoffe wie Hormone, Vitamine und Mineralien in die Zellverbände transportiert und stehen dem Organismus für eine optimale Stoffwechselleistung zur Verfügung.

Indikationen:

  • akute und chronische Schmerzen
  • Migräne
  • Arthrose
  • Muskelverspannungen / Regulation des Muskeltonus
  • Triggerpunktbehandlung
  • Ödeme / Entstauung von Venen
  • Verbesserung der Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung
  • Entgiftung / Entschlackung
  • Depressionen / psychische Entspannung

Das gesamte Wirkungsspektrum dieser Heilmethode ist umfangreich, so dass sie einen weiten Indikationsbereich abdecken kann. Neben der Schmerzbehandlung eignet sie sich auch zur vorbeugenden Gesunderhaltung und natürlichen Vitalstärkung.
Mehr Infos unter www.pneumed.de

SCENAR-Therapie / Physiokey

SCENAR heißt „Self-Controlled-Energo-Neuro-Adaptive-Regulation“ = Selbst-Kontrollierte-Energo-Neuro-Adaptive-Regulation“. Sie ist eine Behandlungsmethode aus dem Bereich der Elektro- therapie. SCENAR steht dabei für einen regulierenden, ganzheitlichen Ansatz mit Bio-Feedback, geeignet für Diagnostik und Therapie.

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Sie kommt aus der russischen Raumfahrttechnologie. Die Kosmonauten sollten während ihrer Aufenthalte im All in der Lage sein, sich mithilfe eines Gerätes gegenseitig bei gesundheitlichen Problemen zu helfen. Federführend hieran beteiligt war Prof. Alexander Revenko, Neurologe und Neuropathologe in Moskau. Dr. Alexander Revenko hat durch seine Kenntnisse in Akupunktur und traditioneller Heilkunde von Anfang an die biologischen Gesetzmäßigkeiten grundlegend in die Entwicklung des Gerätes mit einfließen lassen.

Die Wirkung (und die Heilung) geschieht hochintelligent. Das Gerät gibt hochvariable elektrische Impulse über die Haut an das Bindegewebe und Nerven ab, analysiert dann die elektrische „Antwort“ der Weichteile und reagiert regulatorisch sofort. Es tut überhaupt nicht weh, man spürt lediglich ein angenehmes Kribbeln.

Die SCENAR-Therapie mit dem Physiokey ist ein wesentlicher Baustein in der Behandlung von Schmerzpatienten sowie eine sehr gute Option zur Anregung der körpereigenen Regulation und damit eine Unterstützung der körpereigenen, natürlichen Selbstheilungskräfte vor allem auch bei chronischen Erkrankungen.

Diese Therapie wird in Deutschland von vielen namhaften Instituten eingesetzt und ist seit vielen Jahren Bestandteil der Ausbildung „Kulturwissenschaften und Komplementäre Medizin“ an der Europa-Universität Viadrina.

Anwendungsgebiete:
Der Physiokey kann bei akuten und chronischen Erkrankungen und in jedem Stadium einer Erkrankung eingesetzt werden:

z.B. Erkrankungen

  • des Nervensystems (Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Multiple Sklerose, Migräne, Erkrankungen des vegetativen Nervensystem, etc.)
  • des Bewegungsapparates (Weichteilverletzungen, Schmerzen der Gelenke, Bänder, Muskeln, Wirbelsäule)
  • der Atemwege (Asthma, Bronchitis)
  • der Verdauung (funktionelle Störungen, Schmerzen und Entzündungen)
  • des Urogenitaltrakts (Entzündungen, Reizblase, Fertilitätsstörungen)
  • der Haut (Neurodermites, Ekzeme, Narbenstörungen, etc.)
  • des Herz-Kreislaufsystems
  • der Psyche (Depression, Hyperaktivität, etc)
  • des Immunsystems (Allergien, toxische Belastungen, etc.)
  • oder bei hormonellen Störungen

Blutegeltherapie

Blutegel (wissenschaftlicher Name: Hirudo medicinalis) werden unter medizinischen Gesichtspunkten schon seit Jahrtausenden verwendet. An das Blut kommen die Blutegel, indem sie mit ihren Kalkzähnen die Haut eröffnen und sich daraufhin festsaugen.

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Auf der einen Seite stellt die Blutegeltherapie eine natürliche Form des Aderlasses dar, bei den durch den Entzug von Blut positive Auswirkungen erzielt werden können, beispielsweise auch bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Zum anderen enthält der „Speichel“ der Egel, viele Substanzen, die eine fördernde Wirkung auf die Gesundheit des Menschen haben.

Die wichtigste Wirksubstanz bei der Blutegeltherapie ist das Hirudin, das eine gerinnungshemmende Wirkung besitzt. Ungefähr 30 weitere Stoffe hemmen ebenfalls die Blutgerinnung, wirken antibiotisch und entzündungshemmend und fördern die Durchblutung. Zudem enthält das Gemisch eine schmerzstillende Substanz, so dass bei der Anwendung der Blutegeltherapie nur leichte oder keine Bissschmerzen entstehen.

Die Blutegel werden in speziellen kontrollierten Zuchtgewässern herangezogen, so dass sie keine Krankheitserreger übertragen. Den Würmern wird hierzu sogar ein Gesundheitszeugnis erstellt.

Eine Blutegeltherapie erfolgt im Liegen. Da durch die Blutegeltherapie die Kreislaufleistung herabgesetzt werden kann, sollte man viel Flüssigkeit zu sich nehmen und den Behandlungstag als Ruhetag einplanen. Die Therapie beginnt, indem man eines oder mehrere der Tiere mit einem kleinen Glas oder mit einem Holzspatel an die betroffene Hautstelle ansetzt. Dies kann die Stelle sein, an der ein Krankheitsgeschehen im Gange ist, aber auch z.B. ein Akupunkturpunkt. Wenn der Blutegel sich nach ca. 60 – 120 Minuten vollgesaugt hat, fällt er von alleine wieder ab.

Indikationen:

  • Krampfadern (Varikosis)
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Muskelverspannungen (Myogelosen)
  • Nervenentzündungen (Neuritis)
  • Tinnitus
  • Tennisarm
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Furunkeln
  • Abszesse
  • Muskelverspannungen (Myogelosen)
  • Nervenentzündungen (Neuritis)
  • Hämorrhoiden
  • Thrombosen
  • Offenes Bein (Ulcus cruris)
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • etc.

Weitere Informationen zum Download:

Flyer_Blutegel-1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer_Blutegel.pdf hier zum Download

Carboxytherapie

Die Carboxytherapie ist eine naturheilkundliche Reiztherapie. Die subkutane Quellgas-Anwendung insuffliert medizinische Kohlensäure (CO2) zur Förderung der Durchblutung und des Stoffwechsels.

Dadurch wird die Durchblutung erhöht und es findet eine Entsäuerung und Entschlackung an Ort und Stelle statt. Insbesondere schlecht durchblutete Haut bei Rauchern oder Diabetikern, aber auch Narbengewebe (Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen, Operationsnarben), schlecht versorgte Gesichtshaut (faltige Unterlider), UV-geschädigte Dekolletees und erschlaffte Hälse können von der Carboxy-Therapie durch eine Anregung der Kollagenproduktion des Bindegewebes profitieren.

Indikationen:

  • Kurative Anwendungen in der Schmerztherapie
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Tinnitus
  • Wirbelsäulen-Syndrom
  • Schulterproblematiken
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Ulcus cruris
  • Wundheilungsstörungen
Akupunktur

Eine spezielle Kombination aus Ohr- und Körperakupunktur kann sehr effektiv und schnell zur Schmerzfreiheit beitragen.

Neuraltherapie bzw. Segmenttherapie

in Form der oberflächlichen, sub- bzw. intrakutanen Anwendung von Lokalanästhetika (Schmerzmittel, Procain, Lidocain) an bestimmten Hautarealen

Gua Sha Fa

Diese Methode besteht aus wiederholtem Schaben mit einer abgerundeten Kante eines Tierhorns oder mit einem Jadestab auf eingeölter Haut, bis eine deutliche Verfärbung der Haut auftritt. Dadurch wird eine verstärkte Durchblutung der Haut und im Gewebe erreicht, was zur Schmerzlinderung bzw. zur Auflösung des Schmerzes beitragen kann.

Sonstige

Schmerztherapie erfolgt durch eine Reihe weiterer na- turheilkundlicher Maßnahmen, die in ihrer Anwendung oder Kombination zur Schmerzlinderung beitragen (Baunscheidtieren, Schröpfen, Kälte- oder Wärme- Therapie, Injektionen, Heilkräuter, etc.).

Die Indikationen für eine Schmerztherapie sind:

  • bei Kopfschmerzen und Migräne
  • bei Glieder- und Gelenkschmerzen
  • bei systemischen Erkrankungen (z.B. Rheuma)

  • bei Schmerzen durch Krebsleiden (als Begleitbehandlung)
  • bei chronischen Schmerzen und Nervenschmerzen
  • bei anderen Schmerzzuständen